Parkinson
Als Parkinson-Syndrom wird eine fortschreitende Bewegungsverarmung (Akinese) in Kombination mit einem Zittern (Tremor), einer Muskelsteifigkeit (Rigor) und/oder einer Störung der Halte-und Stellreflexe (posturale Störung) bezeichnet. Die häufigste Ursache ist ein vorzeitiger Untergang bestimmter Nervenzellgebiete, der zu einem Mangel an dem Überträgerstoff Dopamin führt. Ein Parkinsonsyndrom kann aber auch andere Ursachen haben, z.B. Durchblutungsstörungen oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente vorkommen.
Die Diagnose erfolgt überwiegend über die neurologische Untersuchung, sowie über den Ausschluss z.B. von Durchblutungsstörungen und anderen degenerativen Krankheiten des Gehirns. Hierzu können Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Gefäße (Dopplersonografie, Farbduplexsonografie) und die Messung der hirnelektrischen Aktivität mittels eines EEG erforderlich sein. Weiterhin können radiologische Untersuchungen des Kopfes (Computertomografie, Kernspintomografie) oder in einigen Fällen nuklearmedizinische Untersuchungen (DAT-scan) notwendig sein, die vom NeuroCentrum in Kooperation mit radiologischen Zentren oder Kliniken veranlasst werden.
Die Standardtherapie besteht i.d.R. aus medikamentösen Therapien (Ersatz des mangelnden Dopamins) sowie in Form von Heilmitteltherapien (z.B. Krankengymnastik bei Gleichgewichtsstörungen, Logopädien bei Schluck- oder Sprechstörungen), die vom NeuroCentrum bei medizinischer Notwendigkeit koordiniert werden können. Dies beinhaltet die Anordnung der richtigen Therapiehäufigkeit und die Bestimmung und Überprüfung der Behandlungsziele. In bestimmten Fällen können akute stationäre oder komplextherapeutische Behandlungen in ambulanten oder stationären Rehabilitationseinrichtungen erforderlich sein. Die Formalitäten werden von den Rehabilitationsmedizinern des NeuroCentrums übernommen.
Das NeuroCentrum ist Vertragspartner einiger Krankenkassen bei der integrierten Versorgung zur sog. Medizinischen Videoüberwachung Parkinson, was bei komplikationsreichen Verläufen erforderlich sein kann. Weiterhin besteht eine Kooperation im Rahmen des Düsseldorfer klinisch-ambulantes Kooperationsprojekt (DKAK) zwischen mit dem Zentrum für Bewegungsstörungen und Neurmodulation der Universitätsklinik Düsseldorf in Form einer gemeinsamen Spezialsprechstunde für besondere Fragstellungen wie die Indikation für Medikamentenpumpen operative Behandlungen (Tiefenhirnstimulation). Patienten mit Mb. Parkinson können an einer Selbsthilfegruppe teilnehmen, die sich regelmäßig in den Räumen des NeuroCentrums trifft.


